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BENUTZEROBERFLÄCHEN Allgegenwärtige Einrichtungsgegenstände bestimmen seit einigen Jahren das motivische Repertoire von Beate Spalthoff. Dabei geht es ihr vor allem um die Fronten und Oberflächen der genormten (Küchen-)Möbel und Haushaltsgeräte, die sie als raumgreifende Zeichnung einem Raster aus feinen Grafitlinien einverleibt. Demzufolge wirken ihre ausschnitthaften Interieurs seltsam nah und doch zugleich entrückt, wie auch die scheinbar monochrome Farbgebung zwischen tieferliegenden Buntschichten und der lasierenden, grauwertigen Übermalung ein eigentümliches Flimmerlicht entstehen lässt. In ihrer ersten Einzelausstellung in der Galerie Rasche zeigte Beate Spalthoff im Herbst 2000 unter dem Titel "Benutzeroberflächen" eine Reihe neuer Leinwandarbeiten, die elektronische "hardware" wie Computer-Tastaturen, Laufwerke, Fernseh- und Monitorbildschirme zum Gegenstand haben und um ein ebenfalls gemaltes Regalsystem zur installativen "Büroeinrichtung" ergänzt wurden. Und spielt die Künstlerin bei der Wahl solcher Motive nicht zuletzt auf die Beeinflussung der zeitgenössischen Malerei durch digitale Bildmedien an, so entscheidet sie dieses viel diskutierte Verhältnis stets zu Gunsten malerischer Eigenschaften, die sich nicht nur im sukzessiven Bildaufbau, sondern auch im irritierenden Umgang mit verschiedenen Maßstäben, Formaten, An- und Ausschnitten offenbaren. Dazu Beate Spalthoff selbst: "Die beständige Frage lautet: Was ist Bild und was ist Darstellung und wo hört das Bild auf?" Eine weitere Ausstellung mit neuen Bildern und Zeichnungen von Beate Spalthoff ist für Frühjahr 2006 geplant. |